Whitepaper
Safeguarding nach § 17 ZAG: Client Money richtig ermitteln und wirksam sichern - mit Unterstützung durch KI
Safeguarding nach § 17 ZAG stellt Zahlungs- und E-Geld-Institute (payment and e-money institutions) vor eine vermeintlich einfache Frage: Wie hoch sind die Kundengelder (client money), die zum Stichtag tatsächlich gesichert werden müssen? In der Praxis ist die Antwort komplex. Seit der Reform 2025 tritt das gesonderte Konto (segregated account) an die Stelle des Treuhandkontos (escrow account), und die Buchführung rückt in den Mittelpunkt der Kundengeldsicherung. Kontostände entsprechen dabei nicht automatisch den zu sichernden Kundengeldern. Gerade im Acquiring entstehen die relevanten Informationen aus unterschiedlichen Systemen und Geldflüssen. Saldierungen und Vermischungen können den tatsächlichen Sicherungsbedarf verzerren.
Die Folgen reichen von einer unzureichenden Sicherung über unnötige Eigenmittel- und Versicherungskosten bis hin zu falschen Refinanzierungs- und Kundenkalkulationen sowie Unsicherheiten in der Liquiditätssteuerung – ein Thema für Geschäftsleitung, Finance und Compliance. Dieses Whitepaper zeigt, wo die Ursachen liegen, wie sich der tatsächliche Sicherungsbedarf belastbar ermitteln lässt und wie KI im Zahlungsverkehr die Datenermittlung und Dokumentation künftig unterstützen kann. Ein Selbsttest hilft dabei, den eigenen Handlungsbedarf einzuordnen.
Autor
Marco Müller
Stand
02.11.2026
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